Ambulant betreute Wohngemeinschaft - Was ist das?

Diese Wohnform entstand in der Mitte der 90er Jahre und hat sich aus einer normalen Wohnform
entwickelt. Dabei bilden 6 - 10 Bewohner eine Wohngemeinschaft und jeder schließt mit dem
Vermieter einen Mietvertrag ab.
Alle Mieter haben ein eigenes Zimmer mit eigenem Mobiliar, Wohnkücher, Bad, Hauswirtschaftsraum
werden gemeinschaftlich genutzt. Zentraler Treffpunkt ist eine geräumige Wohnküche, in der sich das
hauptsächliche Leben der WG abspielt.
"Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens ist eine geräumige Wohnküche. Gemeinsamkeit ersetzt
Einsamkeit, Einzelzimmer gewähren die Individualität." so K. Großjahn, KDA Geschäftsführer
(Kuratorium Deutscher Altershilfe).
In der Wohnküche wird zusammen gekocht, gegessen, gebacken oder einfach nur zugeschaut. Den
Tagesablauf bestimmen vor allem die alltäglichen Hausarbeiten. Jeder kann sich nach Belieben an der
Zubereitung der Mahlzeiten, an Wäschearbeiten oder Abwasch beteiligen. Ferner sind auch Spaziergänge,
Einkäufe oder auch Besuche von Veranstaltungen wichtig für eine WG.
Jedes Wohngemeinschaftsmitglied kann sich einen ambulanten Pflegedienst frei wählen, die Pflege wird also
genauso organisiert wie in jedem anderen privaten Haushalt.


Vorteile einer WG

Das Leben in der WG hat viele Vorteile:

- die pflegebedürftigen Menschen wohnen selbstbestimmt in einer überschaubaren und liebevollen Atmosphäre

- der Tagesablauf und die Angebote orientieren sich an den Bedürfnissen der Wohngemeinschaftsmitglieder

- die vorhandenen Ressourcen werden durch die Weiterführung eines möglichst normalen Alltags gefördert

- durch die Lage des Hauses werden Kontakte zu den Nachbarn gefördert, da das Haus "Slimme" mitten
im Dorfkern von Wilsum entsanden ist

- Angehörige können und sollen sich weiterhin um ihre Angehörige kümmern